Im Singgottesdienst am 8. Mai haben wir unsere beiden Ein-Euro-Kräfte Nicole Grubich und Reinhard Bartel verabschiedet. Frau Grubich hatte – verteilt über mehrere Jahre – insgesamt 24 Monate bei uns gearbeitet, Herr Bartel 18 Monate. Und es war eine gute Zeit! Beide haben sich mit viel Einsatzbereitschaft immer besser eingearbeitet und haben den Pastoren und der Sekretärin viel Arbeit abgenommen.
Und vor allem: Ganz viele große Angebote der Kirchengemeinde sind durch ihre Mitarbeit erst möglich geworden! Ob es die WinterLichterNächte sind oder die Neujahrsempfänge, das große Tauffest im Freibad oder so mancher Freiluftgottesdienst: Ohne richtig fleißige Helfer, die verlässlich jeden Tag zur Verfügung stehen, wäre so etwas nicht möglich. Und deshalb: Herzlichen Dank Euch beide, liebe Nicole und lieber Reinhard!
Fast 5 Jahre lang haben Ein-Euro-Kräfte in unserer Kirchengemeinde mitgearbeitet. Neue wird es jedoch nicht mehr geben, da die Bundesregierung entsprechende politische Entscheidungen getroffen hat. Für die Kirchengemeinde ist das ein richtig schwerer Schlag. Denn schon vor den Ein-Euro-Kräften hatte es ja fast 30 Jahre lang die Zivildienstleistenden in der Kirchengemeinde Moringen gegeben – aber auch die sind abgeschafft.
Das bedeutet: Nach 35 Jahren Unterstützung durch zusätzliche Kräfte stehen wir als Pastoren und Sekretärinnen jetzt „allein“ da. Natürlich haben wir mächtig Hilfe durch ganz viele ehrenamtliche Mitarbeiter. Aber die könnnen – logisch – keine täglich im Pfarramt und Pfarrbüro anfallenden Arbeiten übernehmen. Wir müssen mal sehen, wie´s weitergeht.
Klar ist auf jeden Fall: Wir müssen unsere Aufgabenfelder weiter „verschlanken“. Kirchliche Angebote, die wir der Gemeinde machen, die von der Gemeinde aber nicht genügend wahr genommen werden, fallen weg. Und da sind wir wieder genau an dem Punkt, von dem wir schon lange reden:
Welche Angebote – in Moringen oder in den kleineren Orten – auch in Zukunft stattfinden, darüber entscheiden letztlich nicht die Pastoren: Sondern die Gemeinde selbst. Gut besuchte Gottesdienste und Veranstaltungen werden mit aller Kraft erhalten. Schwach Besuchtes wird sterben.
Wieviel kirchliches Leben es in Zukunft geben wird: Darüber entscheidet die Gemeinde durch ihr Kommen oder Wegbleiben. Und wir werden bald anfangen müssen, mit diesem Grundsatz ernst zu machen.
Ich hoffe, dass Sie dies so verstehen, wie ich es meine: Als Einladung! Kommt und macht mit, sucht Euch aus, was Euch zusagt! Stärkt die Veranstaltungen und Gottesdienste durch Euer Kommen.
Mit ebenso herzlichem wie ernstem Gruß,
Dirk Grundmann



